
Der Sega Game Gear erschien 1990: Segas Einstieg in den wachsenden Handheld-Markt und direkter Konkurrent zu Nintendos Game Boy. Basiert auf der Architektur des Sega Master System: vollfarbiges hintergrundbeleuchtetes Display, schlankes Querformat und optional TV über Tuner—in vielerlei Hinsicht technisch über dem Game Boy. Sega hoffte, den Genesis-Erfolg ins Portable zu tragen: fortschrittlicher, visuell ansprechender.
Trotz technischer Stärken hakte es. Klobiger, kurze Akkulaufzeit (nur 3–5 Stunden mit sechs AA-Batterien), höherer Preis—weniger alltagstauglich als der Game Boy. Solide Bibliothek—Sonic the Hedgehog, Shining Force: The Sword of Hajya, Columns, GG Shinobi—viele Titel waren verkleinerte Master-System-Ports, Drittanbieter-Support begrenzt. Zubehör wie der Master Gear Converter erlaubte Master-System-Cartridges, glich Laufzeit und kleinere Bibliothek aber nicht aus.
Rund 10 Millionen Einheiten weltweit—der erfolgreichste Game-Boy-Konkurrent seiner Zeit, weit hinter Nintendos Giganten. Nie Mainstream-Dominanz, festigte aber Segas Ruf für Innovation und bleibt ein Nostalgie-Favorit unter Retro-Handheld-Fans. Lebendiges Display und Arcade-Feeling hinterließen Eindruck bei allen, die diese bunte Vision portablen Spielens erlebt haben.
Sega Game Gear Technische Daten
| Komponente | Spezifikation |
|---|---|
| CPU | Zilog Z80 @ 3,58 MHz |
| Grafik | 160×144, 4096-Farben-Palette (32 gleichzeitig) |
| Display | 3,2-Zoll hintergrundbeleuchtetes Farb-LCD |
| Ton | 1 Monolautsprecher, Stereo über Kopfhörer |
| Akkulaufzeit | Ca. 3–5 Stunden mit 6 AA-Batterien |
| Medium | ROM-Cartridges (Game-Gear-spezifisch, teils Master-System-kompatibel) |
| Erscheinung | 1990 (Japan), 1991 (Nordamerika und Europa) |

