
Commodore begann mit Jack Tramiel und Manfred Kapp. Sie gründeten Commodore Portable Typewriter in Toronto am 10. Oktober 1958, nach Jahren mit Addiermaschinen und gebrauchten Schreibmaschinen. Der Finanzier Irving Gould wurde 1966 Chairman. Als Texas Instruments den Taschenrechner-Markt zerquetschte, kaufte Tramiel 1976 den Chip-Zulieferer MOS Technology und reorganisierte die Gruppe als bahamaische Commodore International, mit Betrieb in West Chester, Pennsylvania.
Chuck Peddle drängte die Firma in Computer. Der PET (1977) packte Tastatur, Monitor und Band in eine Metallbox. Der VIC-20 (1981) war der erste Computer, der eine Million Einheiten überschritt. Der Commodore 64 (1982) folgte mit 64 KB RAM, dem VIC-II und dem SID. Preissenkungen und K-Mart-Regale machten ihn zur Maschine, an der eine Generation lernte. Lebenszeit-C64-Verkäufe liegen bei etwa 12,5 bis 17 Millionen, noch immer unter den meistverkauften einzelnen Computermodellen.
Tramiel trat im Januar 1984 nach einem Streit mit Gould zurück und kaufte dann die Consumer-Hälfte von Atari. Commodore erwarb Amiga Corporation und startete den Amiga 1000 am 23. Juli 1985. Custom-Chips—Agnus, Denise, Paula—und AmigaOS gaben Spielen und Video einen 16-Bit-Heimcomputer, den IBM-Klone Jahre brauchten einzuholen. Der Amiga 500 (1987) war das Volumenmodell. Etwa 4,9 Millionen Amigas gingen vor dem Ende raus.
Missmanagement und PC-Kompatible holten auf. Commodore beantragte am 29. April 1994 Insolvenz. Escom, dann Gateway, dann Tulip reichten Stücke von Name und Patenten weiter. Amiga-Marken sitzen heute bei Amiga Corp. (mit Cloanto); Hyperion liefert noch AmigaOS 4. 2025 gründeten Investoren eine neue US-Commodore International um die Marke. Die alte Firma ist weg. Die SID-Tracks und Workbench-Bildschirme nicht.
Commodore Unternehmensüberblick
| Feld | Details |
|---|---|
| Gegründet | 1958 in Toronto (Schreibmaschinen); 1976 als Commodore International (Bahamas) |
| Gründer | Jack Tramiel und Manfred Kapp; Irving Gould als Chairman ab 1966 |
| Hauptsitz | Betrieb in West Chester, Pennsylvania; juristischer Sitz auf den Bahamas |
| Signatur-Maschinen | PET, VIC-20, Commodore 64, Commodore 128, Amiga, CD32 |
| Bekanntester Computer | Commodore 64 — etwa 12,5–17 Millionen Einheiten |
| Schicksal | Chapter 11, 29. April 1994; Assets später über Escom, Gateway, Tulip |
| Aktueller Status | Ursprüngliche Firma liquidiert; Marke 2025 neu gestartet; Amiga-IP getrennt |

