
Die Sega Dreamcast erschien 1998 in Japan und 1999 weltweit: Segas letzte Heimkonsole—und wohl die weitsichtigste. Vor PlayStation 2, GameCube und Xbox die erste Konsole der sechsten Generation und die erste mit eingebautem Modem für Onlinespiel—ein kühner Schritt zum vernetzten Gaming. Starke Grafik, optionale Windows-CE-Entwicklung und die einzigartige Visual Memory Unit (VMU) als Speicherkarte und Mini-Display. Trotz Lob und starker Bibliothek war das Leben tragisch kurz.
Die Dreamcast bot innovative, genreprägende Titel. Sonic Adventure zeigte schnelles 3D-Plattforming, Jet Set Radio führte Cel-Shading ein, Shenmue pionierte offenes Erzählen und Echtzeitsysteme. Kampfspiele wie Soulcalibur und Marvel vs. Capcom 2, Racer wie Crazy Taxi, Kult wie Skies of Arcadia und Rez machten die Dreamcast zum Hort für kreative Risiken und Arcade-Qualität zu Hause. Online-Titel wie Phantasy Star Online bereiteten MMORPGs auf Konsolen vor.
Trotz über 9 Millionen Einheiten 2001 eingestellt. Schlechtes Timing, die drohende PlayStation 2 und Misstrauen nach früheren Hardware-Fehlschlägen. In kurzer Zeit Symbol für kühne Innovation und künstlerische Freiheit. Erinnert als Konsole ihrer Zeit voraus—sie formte die Zukunft des Spiels, während sie Segas Ära als Hardwarehersteller beendete.
Sega Dreamcast Technische Daten
| Komponente | Spezifikation |
|---|---|
| CPU | 200 MHz Hitachi SH-4 32-Bit-RISC |
| Grafik | PowerVR2-GPU @ 100 MHz, 16,7 Millionen Farben, ~3 Millionen Polygone/s |
| Auflösung | 640×480 (Standard-VGA-Support) |
| Speicher | 16 MB RAM, 8 MB Video-RAM, 2 MB Sound-RAM |
| Medium | GD-ROM-Discs (1 GB), proprietäres Format |
| Ton | 64-Kanal Yamaha AICA mit 3D-Audio |
| Speicherung | VMU (Visual Memory Unit) mit LCD |
| Online | 56k-Modem (eingebaut), optionaler Broadband-Adapter |
| Controller | Analog-Controller mit Erweiterungs-Slots für VMU und Zubehör |
| Erscheinung | 1998 (Japan), 1999 (Nordamerika/Europa), 2001 eingestellt |

