
Das Sega Master System startete 1985 in Japan als Sega Mark III: Segas verfeinerte Antwort auf die frühere SG-1000 und der erste ernsthafte Versuch, Nintendo im Heimmarkt zu fordern. 1986 in Nordamerika, kurz darauf in Europa. Stärkere Hardware als das NES: leistungsfähigere CPU, breitere Farbpalette, höhere Auflösung. Cartridges und kreditkartengroße „Sega Cards“, Peripherie wie Light Phaser und 3D-Brille für ausgewählte Titel—früher Appetit auf technische Innovation.
Trotz Stärken schwer in Japan und Nordamerika: Nintendos Griff auf Drittentwickler und aggressives Marketing. Viele große Publisher waren exklusiv ans NES gebunden, die westliche Bibliothek blieb dünner. Inhouse-Titel trugen das System: Alex Kidd in Miracle World (Segas erster Maskottchen vor Sonic), Phantasy Star, Shinobi und Wonder Boy fanden Kult. In Europa, Brasilien und Teilen Australiens überraschend stark—in manchen Märkten vor dem NES, längere Laufzeit dank regionaler Lizenzen, besonders mit der brasilianischen Firma TecToy.
Vom Sega Genesis im Mainstream überschattet, legte das Master System den Grund für Segas späteren Erfolg. Identität als kühner Hardware-Innovator und Schöpfer einzigartiger Arcade-Erlebnisse zu Hause. Das internationale Erbe, vor allem außerhalb der USA, festigte Sega als globale Kraft. Mehr als ein Zwischenschritt—Segas erste wirklich globale Konsole.
Sega Master System Technische Daten
| Komponente | Spezifikation |
|---|---|
| CPU | Zilog Z80A @ 3,58 MHz |
| Grafik | Yamaha VDP, 32 Farben auf dem Bildschirm aus 64er-Palette |
| Auflösung | 256x192 (Standard), auch 256x224 |
| Ton | Texas Instruments SN76489 PSG (4-Kanal-Mono) |
| Medium | ROM-Cartridges und Sega Cards |
| Peripherie | Light-Phaser-Pistole, 3D-Brille, Control Pad |
| Erscheinung | 1985 (Japan), 1986 (Nordamerika), 1987 (Europa) |

