
Die Atari 2600, ursprünglich im September 1977 als Atari Video Computer System (VCS) gestartet, brachte Videospiele in Millionen Haushalte. Anders als frühere Konsolen mit fest eingebauten Spielen führte die 2600 wechselbare Cartridges ein: Die Bibliothek wuchs durch neue Titel, ohne das System zu ersetzen. Dieses Modell wurde Industriestandard und gilt bis heute.
Großer Erfolg dank Arcade-Ports wie Space Invaders (1980) und Originalhits wie Adventure (1979), Pitfall! (1982) und Asteroids (1981). Figuren, Genres und Spielstile, die das Gaming jahrelang prägten. Anfang der 1980er war die Atari 2600 fast synonym mit Heimspiel, über 30 Millionen Einheiten weltweit.
Ataris lockere Lizenzpolitik führte zu einer Flut minderwertiger Third-Party-Spiele, darunter das berüchtigte E.T. the Extra-Terrestrial (1982). Zusammen mit Marktsättigung trug das zum Video Game Crash von 1983 bei, der die US-Branche verwüstete. Die 2600 lief bis in die frühen 1990er, die späteren Jahre überschatteten Konkurrenten wie das Nintendo Entertainment System (NES).
Trotz des Niedergangs ist der Einfluss unermesslich. Sie etablierte das cartridgebasierte Heimkonsolenmodell, machte Spielen zur Haushaltsaktivität und bleibt eine der ikonischsten, kulturell bedeutendsten Konsolen.
Atari 2600 Technische Daten
| Komponente | Spezifikation |
|---|---|
| CPU | MOS Technology 6507 @ 1,19 MHz |
| RAM | 128 Bytes |
| Grafik | Television Interface Adapter (TIA) — 160×192 |
| Farben | Bis 128 (NTSC) |
| Ton | 2-Kanal-Mono (über TIA) |
| Medium | ROM-Cartridges (typisch 2–32 KB) |
| Controller | Digitaljoystick mit 1 Taste, optionale Paddle-Controller |
| Erscheinung | September 1977 |
| Einstellung | 1992 |
| Verkaufte Einheiten | ~30 Millionen |

